Montag, 14. Dezember 2015

Beavertown - Heavy Water Sour Cherry & Sea Salt Imperial Stout

Es gibt mal wieder etwas Neues aus meiner Londoner Lieblingsbrauerei Beavertown. Das Heavy Water ist ein Imperial Stout mit saftigen 9% Alkohol und wurde zudem mit Sauerkirschen und Meersalz eingebraut. Klingt verlockend. Das spacige Design der Dose spielt nebenbei erwähnt mal wieder in einer eigenen Liga und macht noch mehr Bock auf dieses Bier. An der Nase zeigen sich Röstaromen sowie eine dicke Portion Kakao, von der Kirsche kann ich nichts vernehmen. Im Geschmack jedoch kommt die Frucht gut zur Geltung und macht dieses dunkle Erfrischungsgetränk zu einer Art flüssigen Interpretation einer Schwarzwälder Kirschtorte. Das Meersalz kitzelt ganz zum Schluss zusammen mit dem floral-bitteren Hopfen auf der Zunge, aber hier hätte ich ein klein wenig mehr Mut zur Salzigkeit erwartet. Dennoch schwimmt das Heavy Water ganz weit oben mit!

Knusperfaktor 8/10


Knusper bei Beavertown.

Montag, 30. November 2015

Six Degrees North - Hop Harvest 2015

Heute gibt es mal wieder etwas von direkt um die Ecke. Die auf belgische Biere spezialisierte Brauerei Six Degrees North befindet sich gerade einmal etwa 15 Meilen von Aberdeen an der schottischen Ostküste in Stonehaven und hat mit dem Hop Harvest ein Belgian Ale mit frisch geerntetem, britischen Progress Hopfen eingebraut. An der Nase glänzt mit würzigem Aroma sowie Banane und Nelke jedoch erst einmal der belgische Hefestamm, doch zeigen sich auch grasige Noten des Hopfens. Am Gaumen dominiert ebenfalls die Hefe, sodass dieses 6% starke Bier bei einer Blindverkostung durchaus als kräftiges Hefeweizen durchgehen könnte. Eine interessante Herbe zeigt sich dennoch zum Schluss und macht das Bier mit leicht ledriger Adstringenz etwas "chewy", was mir jedoch gut gefällt. Alles in allem gibt der innerhalb von 48 Stunden nach der Ernte eingesetzte Progress Hopfen jedoch nicht ganz so viel her.

Knusperfaktor 6/10


Donnerstag, 26. November 2015

Left Hand Brewing - Milk Stout

Beim Milk Stout von Left Hand Brewing in Colorado wurde für die Gärung (wie es für ein Milk Stout nun mal üblich ist) Laktose, also Milchzucker zugegeben. Außerdem ist noch Kaffee im Spiel. Da geht einiges und das bestätigt auch die Verknusperung. Tolle Röstaromen, Kaffee und eine dicke Portion Vollmilchschokolade sind schon an der Nase zu vernehmen. Geschmacklich kommt es echt mit einer ganzen Menge Restzucker daher, dem die besagten Röstaromen mit einer feinen Herbe zum Schluss jedoch gut entgegen steuern. Wirklich ausgezeichnete Balance - jedoch hätte ich noch lieber das "Nitro" Milk Stout probiert, bei dem (wie man es z.B. von Guinness kennt) Stickstoff für ein noch sanfteres Mundgefühl sorgt. Dennoch für 6% eine übertrieben gute Drinkability!

Knusperfaktor 8/10


Sonntag, 22. November 2015

Brewski - Passion Feber IPA

Heute gibt es ein IPA aus Schweden. Brewski heißt die kleine Brauerei, welche sich in Helsingborg befindet. Ich bekam dieses Bier von einem Kollegen geschenkt, der mir erzählte, dass die kunterbunten Designs auf den Labels alle mit Buntstiften vom Sohnemann des Brauereibesitzers gekrickselt wurden. Das Passion Feber IPA wurde mit Passionsfrucht bzw. Maracuja eingebraut und schon beim Schnuppern am Glas bleibt das nicht unbemerkt - die fruchtigen Hopfenaromen von Mango und Litschi vermischen sich mit denen von der Passionsfrucht und und machen einen sehr erfischenden Eindruck. Beim ersten Schluck kommt sofort Freude auf, denn nicht nur die Fruchtigkeit der Maracuja macht Spaß, sondern auch die Säure ist mega präsent auf Zunge und Gaumen. Dazu ein ziemlich trockener Abgang, der durch fein abgestimmte Bittere glänzt. Eine Idee, die brilliant umgesetzt wurde. Ich würde sehr, sehr gern auch die anderen Brewskis probieren. Volle Punktzahl.

Knusperfakor 10/10


Mittwoch, 4. November 2015

Ballast Point - Big Eye IPA

Das dritte Bier von Ballast Point aus San Diego ist dran. Diesmal ist es das Big Eye IPA, welches mit Columbus und Centennial Hopfen gestopft wurde. An der Nase gibt es dementsprechend allerlei exotische Früchte zu riechen. Mango und Ananas lassen beim Geschmack ebenfalls grüßen, wobei sich eine gesunde Portion Karamell und Biscuit hinzugesellen. Zum Schluss hin wird es sehr bitter und trocken - alles so wie es sein muss bei einem IPA aus Kalifornien. Deshalb braucht man da auch gar nicht lange um den Brei reden. Sehr, sehr solide und gut!

Knusperfaktor 9/10


Montag, 2. November 2015

Ballast Point - Fathom IPL

Das nächste Bier von Ballast Point wird verknuspert und nennt sich Fathom IPL bzw. India Pale Lager. Dieser immer beliebter werdende Stil vereint Kaltvergärung mit Lager Hefe und intensives Hopfenaroma eines IPAs. Das hopfengestopfte Fathom riecht schön fruchtig nach Mango, Citrus mit angenehmer Piniennote. Im Geschmack dominieren ebenfalls exotische Früchte zusammen mit einer ordentlichen Portion leicht verbranntem Karamell, was in eine lang anhaltende Bittere zum Schluss mündet. Die Hefe hält sich im gesamten Verlauf weitestgehend zurück und lässt dem Aromahopfen freie Fahrt, allerdings kommen die 7% Alkoholgehalt geschmacklich doch sehr stark zum Vorschein.

Knusperfaktor 7/10


Sonntag, 1. November 2015

Ballast Point - Wahoo White

Heute gibt es ein Witbier aus Kalifornien und zwar das Wahoo White von Ballast Point, welches dem traditionellen Rezept nach mit Koriandersamen und Orangenschalen eingebraut wurde. An der Nase dominiert zunächst ein von der Hefe stammender Duft nach Nelke und Bisquit, was in Kombination mit der Orangenschale, die sich dezent im Hintergrund hält ganz gut kommt. Geschmacklich kommt dieses Wit überdurschnittlich süß daher, überzeugt aber ansonsten durch solide fruchtig-frische Zitrusaromen, die durch eine feine Säure abgerundet werden. Ich hatte bisher noch nie ein Wit, bei dem für meinen Geschmack genug Koriander im Spiel war und auch bei diesem hätte ich mir da mehr Mut zur Würze gewünscht. Trotzdem ein Beispielhaftes Bier dieser Art.

Knusperfaktor 7/10


Freitag, 23. Oktober 2015

Beavertown - Quelle Dry Hopped Saison

Zum Einklang ins Wochenende kommt das nächste Bier aus der in London ansässigen Beavertown Brauerei. Das Quelle ist ein hopfengestopftes Saison, welches an der Nase die Saison Hefe typischen phenolischen Aromen versprüht, die wir an diesem Stil so lieben. Ein Hauch Blauschimmelkäse vermischt sich mit unreifer Banane und herbstlichem Apfel. Am Gaumen dominiert ebenfalls die erwähnte Hefe. Auch dass hopfengestopft wurde ist durch fruchtig-bittere Citrusfrucht zu vernehmen - Eine Schippe mehr Hopfen hätte man da aber ruhig noch drauflegen können. Dennoch sehr ausbalanciert und ein handwerklich einwandfreies Saison.

Knusperfaktor 7/10

Sonntag, 18. Oktober 2015

Wellpark Brewery - Tennent's Lager

Das heutige Bier kommt aus der Wellpark Brewery in Glasgow und stellt sozusagen Schottlands Lager Nr.1 und bis dato alleinigen Herrscher über Bier on draft im gesamten schottischen Raum dar. Das rote "T" für Tennent's hängt hier wirklich so gut wie an jedem alten Pub. Das Bier riecht nach süßlichem Bisquit, malzig und ansonsten sehr unauffällig. Am Gaumen entfaltet sich eine deutliche Restsüße sowie eine dezente Hopfenbittere. In Kombination mit einem Hauch von Dosenmais sowie einer buttrigen Note und Pappe im Hintergrund macht es nicht wirklich viel Spaß und hinterlässt außer dem gerade Beschriebenen nur gähnende Leere.

Knusperfaktor 3/10


Donnerstag, 15. Oktober 2015

Yeastie Boys - Gunnamatta Earl Grey IPA

Heute gibt es das Gunnamatta Earl Grey IPA von den Yeastie Boys aus New Zealand, welches wie der Name schon sagt mit Earl Grey Tee eingebraut wurde. An der Nase verhält es sich noch relativ schüchtern und versprüht etwas Citrus sowie eine süßliche Malznote. Allerdings ist dieses IPA geschmacklich eine Offenbarung. Sofort krallen sich Zitrone, Orange, zwei Hände voll noch nicht ganz reifer Steinfrüchte sowie erdige Aromen an den Gaumen und lassen ihn zusammen mit einer ordentlichen Portion Karamell nicht mehr los. Tolle Erfahrung und das bisher einprägsamste Tee-IPA, das ich getrunken habe!

Knusperfaktor 9/10


Mittwoch, 14. Oktober 2015

Camden Town Brewery - Pale Ale

Das zweite Bier aus der Camden Town Brewery in London ist deren Pale Ale. An der Nase zeigen sich eher erdige, leicht karamellige Aromen sowie schwarze Johannisbeere und Pinien. Geschmacklich könnte es ruhig etwas mehr Hopfendosis vertragen, weder tropisch noch citrusartig kommt es am Gaumen daher, jedoch ist die Bittere wohl dosiert und bettet sich gut in den für ein Pale Ale ziemlich karamellig geratenen Malzkörper ein. Im Prinzip die selbe Story wie beim Lager - gut aber nicht einzigartig.

Knusperfaktor 6/10


Dienstag, 13. Oktober 2015

Camden Town Brewery - Hells Lager

Aus der Camden Town Brewery in London kommt das heutige Bier. Das "Hells" Lager versprüht einen malzig-getreidigen Duft mit floraler Note. Am Gaumen zeigt sich eine stattliche Bittere, die gut zusammen mit dem etwas süßlich wirkenden Malzkörper harmoniert. Keine Ecken und Kanten und somit folglich ersetzbar. Handwerklich jedoch ein einwandfreies, solides Lager mit einem knackig herben Abgang!

Knusperfaktor 6/10


Sonntag, 11. Oktober 2015

Marks & Spencer - Double Hopped Citra IPA

Für die britische Supermarktkette Marks & Spencer wurde dieses Citra IPA in der Oakham Ales Brauerei in Cambridgeshire gebraut, welches an der Nase florale Noten sowie frisch gemähten Rasen und ein etwas unangenehm pappiges Aroma bietet. Geschmacklich wirkt das Bier nicht ausbalanciert: Zu schwacher Malzkörper, zu wenig Aroma vom Citrahopfen, moderat bitter. Mittelmaß.

Knusperfaktor 5/10


Beavertown - Holy Cowbell India Stout

Das Nächste aus dem Hause Beavertown in London. Diesmal das Holy Cowbell India Stout, welches an der Nase einiges an Citrushopfen zu bieten hat, außerdem gesellt sich etwas grüner Apfel sowie Karamell dazu. Lakritz, Kaffee, eine ordentliche Bittere sowie Pinienkerne auf der Zunge. Vom Wörtchen "India" hatte ich mir allerdings einen intensiveren Twist zwischen Hopfen und dunklem Malz vorgestellt.

Knusperfaktor 7/10



Beavertown - Smog Rocket Smoked Porter

Leckeres Smoked Porter von Beavertown in London. Im Vordergrund stehen Schokoladennoten, sowie Kaffee und dunkle Trockenfrüchte. Ein Hauch Banane schwirrt zusammen mit dem Rauchmalz im Hintergrund. Find ich gut!

Knusperfaktor 8/10


Sonntag, 9. August 2015

Das Silk Porter aus der Hoppin Frog Brewery

Der Bierstil Porter wurde vor über 300 Jahren in London erschaffen und erlebte bis heute viele Änderungen bezüglich Zutaten und deren Modernisierung. Er wurde bereits um 1800 zu einem hoch beliebten weit exportierten Stil, dessen Geschichte nicht ohne die des Stouts zu erzählen ist, da diese beiden Biertypen historisch nicht voneinander zu trennen sind. Das ursprüngliche Porter wurde mit einem braunen Darrmalz gebraut, welches zwar zu der markanten dunkelbraunen Farbe führte, jedoch nicht den gewünschten Extraktgehalt erzielte. Deshalb wurde Porter zwischenzeitlich sogar mit dem effizienteren Pale Malz eingebraut um den Stammwürzegehalt zu eröhen, was natürlich zu einer viel zu hellen Farbe führte und dem Porter somit seinen Wiedererkennungswert nahm. Im Jahre 1817 entwickelte Daniel Wheeler ein Malz mit dem Namen "black patent malt", das sowohl das Farb-, als auch das Extraktproblem löste. Dieses Malz fand ebenso seinen Weg in das heute weltweit populäre Guinness Stout und machte Porter und Stouts gleichermaßen populär. Der Stil Porter zeichnet sich durch dunkle Malz- und Schokoladenaromen aus ohne dabei zu trocken und kaffeelastig zu wirken. Mittlerweile wird der Stil in die zwei Sub-Kategorien Robust und Mild Porter eingeteilt, deren feine Unterschiede in Alkoholgehalt, Farbe und Bittereinheiten liegen. Moderne Interpretationen, welche für extremere Malz- und Hopfenaromen stehen, können auch als American Porter bezeichnet werden, so wie auch mein heutiges Verknusperungsbier. 



Das Silk Porter kommt aus der amerikanischen Hoppin' Frog Brewery in Ohio und macht im Pint-Glas schon mal einen sehr Porter-typischen Eindruck.



Notizen
  • Schaum: hellbraun, feinporig und cremig
  • Farbe: dunkelbraun bis schwarz
  • Geruch: Kakaobohnen, Toffee, Karamell, floral hopfig

Der Antrunk verläuft äußerst smooth. Dezente Karbonisierung weiß mit einem angenehmen Mundgefühl zu überzeugen. Der Name Silk Porter scheint schon beabsichtigt zu sein, denn seidenartig schmeichelt die dunkelbraune Flüssigkeit der Zunge um einen feinen Einstieg in die Aromen zu gewährleisten. Diese drängen sich nicht auf, beginnen aber ab der Mitte dunkle Schokolade zu versprühen. Man fühlt sich ein wenig zurück ins Kindesalter versetzt und erinnert sich an warmen Kakao, nur dass es sich jetzt um kaltes Bier handelt. Wie dem auch sei, Mundgefühl, Bittere und volle Malzaromatik entfalten sich zu einem wirklich ausbalancierten Geschmackserlebenis und lassen den Porter-Fan auf seine Kosten kommen. Im Abgang klammert sich eine honigartige Süße an der Zunge fest, deren hopfiger Gegenspieler dann doch leider etwas zu kurz kommt. Bei dem Namen der Brauerei hätte ich mit einem klitzeklein bisschen mehr Aromahopfen gerechnet. Dennoch ist das Silk ist ein tolles Beispiel für ein Porter, das seinen Namen verdient und super als Geschmacksbeispiel dieses alten Stils dienen kann. Wenn auch ohne markante Überraschungen. Aber das muss ja auch nicht immer sein.

Knusperfaktor 7/10 - Prost!



Beerfacts

ABV: 6.2%, Stammwürze: 17°P, Bittereinheiten: 26 IBU

Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen, Hefe

Netz

Samstag, 11. April 2015

Hop Theory: Teebeutel Tuning für langweiliges Bier - Geht das!?

Vor kurzem startete auf Kickstarter ein Projekt namens Hop Theory, bei dem es darum geht Bier, welches eher wenig Geschmack aufweist, innerhalb von Minuten ohne großen Aufwand zu pimpen und tadaa - hat man ein hopfenintensives, nach Früchten duftendes Gebräu vor sich stehen. Wie das funktionieren soll schaut ihr euch am besten in folgendem Video an:


Man bekommt also eine Art Teebeutel, der in der ersten Version (sollte das Projekt zustande kommen) mit Cascade-Hopfen, Orangenschalen, Koriandersamen sowie einigen weiteren "natural spices" (fragwürdige Wortkonstruktion) gefüllt ist. Den Beutel schmeißt man in sein Glas, welches man anschließend mit nichtssagender Plörre füllt. Nach ein paar Minuten hat man dann ein völlig anderes Bier vor sich stehen (so die Idee). Wenn dieses leer ist, kann man das "Beer Enhancing Sachet" dann wieder aus seinem Glas herausfischen (lecker!) und in sein neues Pint schmeißen, denn dieses Sachet soll bis zu vier Pints veredeln können, bevor es in die Tonne wandern muss. In diesem kurzen Video wird die Veränderung (farblich) präsentiert:


With & Without from Hop Theory on Vimeo.

Ob das funktioniert? Kann man ein Öttinger Pils etwa binnen Sekunden in ein knackiges, hopfengestopftes, trinkbares Bier verwandeln und selbst der super Head of Brewmasters werden? Coors Light als Hopgrenade? 5,0 Original aus der Dose ins Glas, Beutel rein und auf einmal geil? DAS neue Hipster-Gadget? Oder ist das alles Käse und das Bier-Tuning schlägt in etwa so fehl wie Tiefkühlpizzen, die "wie beim echten Italiener" schmecken sollen oder der klägliche Versuch eine minderwertige Bratwurst mit unermesslich scharfer Currysoße zu verfeinern? Wieso nicht einfach mal den völlig subjektiven und unprofessionellen Heimversuch starten? Das habe ich mir gedacht und folgenden Versuch gewagt: Man nehme Cascade-Pellets, getrocknete Orangenschalen und Koriandersamen (auf die ominösen "natural spices" habe ich jetzt mal verzichtet) und stopfe diese Zutaten in einen haushaltsüblichen Teebeutel. Es geht mir hier vorwiegend um den Spaß am Herumpanschen und einen ersten Eindruck, ob so etwas überhaupt funktionieren kann. Bei der Ausmischung habe ich versucht sehr großzügig zu dosieren (Leider gibt es keine Mengenangaben oder Infos zum Verhältnis der Zutaten auf der Projektseite):

10g zermörserte Pellets Cascade-Hopfen, 7g Koriandersamen, 10g getrocknete Orangenschalen alles zusammen in den Teebeutel geben.


Doch welches Bier eignet sich besonders gut für diesen Test? Na klar, Budweiser! Das Flaggschiff vom Braukonzern Giganten AB-InBev könnte sich besonders gut eignen, wurde dieses äußerst dünne Lager doch the hard way gebraut und ist ein Bier der Marke, die Biervielfalt verabscheut und hintenrum still und heimlich kleine Brauereien, welche ihr schon seit Jahren ein Dorn im Auge sind, aufkauft. Also ab in den Laden um die Ecke und schnell zwei Hülsen geholt, möglichst ohne dass es jemand sieht.


Zum Prozedere sowie Versuchsaufbau gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Beutel rein, Dosen auf, Bier rein - Los geht's! Ich habe versucht das Timelapse-Video nachzustellen, während ich das Bier knapp 10 Minuten habe "ziehen" lassen. Der erste Eindruck ist ernüchternd. Fast kein Unterschied in der Farbe (Wer hätt's gedacht, die Farbe im Bier kommt nämlich hauptsächlich vom Malz, jaja!). Beim nächsten mal mach ich den Test direkt im Labor und messe am besten gleich mal die Farbeinheiten...

Hier das Zeitraffer Video:
Mit & Ohne from Knusper on Vimeo.

...und hier das Endresultat nach 10 Minuten als Bild:

Endresultat des Hop Theory Selbsttests. Links: Mit Sachet, Rechts: Ohne Sachet
Nun zum Geschmack: Ohne zu übertreiben fast kein Unterschied. Ein kleines bisschen schmeckt man die Orange raus, was den pappig-süßlichen, schwefligen Geschmack der Gegenprobe ein wenig übertüncht. Weder vom vorher noch so intensiv gut duftenden Hopfen noch von den Koriandersamen erschmecke ich irgendeine Spur. In der kurzen Zeit können bei Kühlschranktemperaturen eben nur wenig bis keine geschmacksgebenden Stoffe freigesetzt werden, so mein erster Eindruck. Und im Normalfall bekommt man Bier nun mal kalt serviert. Die Idee ist ja ganz witzig und ein bisschen muss ich auch lachen, wenn ich vor meinen Augen schon die ersten Beergeeks im Café sitzen sehe, wie sie aus ihrem Turnbeutel hektisch ein Sachet herausfedeln um ihr gelbes, langweiliges Bier in Gourmet-Gerstensaft zu verwandeln, während die anderen Kumpels schon längst angestoßen haben und fröhlich saufen. Ob das die großen Konzerne wohl gerne sehen würden? Wie dem auch sei, von mir bekommt das Projekt keinen Dollar. Da vertraue ich lieber den echten Braumeistern und kaufe gutes Bier für den Preis, den es verdient. Cheers - auf alle Braumeister dieser Erde!

Samstag, 28. März 2015

Zwei Lieblingsgetränke vereint - Das Japanese Green Tea IPA von Stone (Collabo)

Es ist Wochenende und was gibt es da schöneres zu trinken als Tee! Moment. Tee!? Entschuldigung, ich meine natürlich Bier. Ach nee. Stimmt auch nicht ganz. Was soll's, dann trinken wir eben einfach beides gleichzeitig. Dies ist möglich mit dem Japanese Green Tea IPA von Stone Brewing, das es schon einmal 2011 als sehr beliebtes Kollaborations Brew gab und welches nun in diesem Jahr in einer etwas abgewandelten Form erneut erhältlich ist. Neben Mitch Steele  (Braumeister bei Stone) sind wie auch vor vier Jahren Bryan Baird von Baird Brewing und Tishi Ishii (ehemals Stone) von Ishii Brewing an diesem IPA beteiligt, welches mit Grünem Tee in Form von ganzen Blättern der japanischen Sorte Sencha eingebraut wurde. Der 2011 verwendete neuseeländische Pacifica Hopfen wurde gegen die australische Sorte Helga ausgetauscht, ansonsten hielt man sich so ziemlich an das Rezept von "damals" (2011: 9,2% abv - 2015: 10,1% abv). Ich liebe grünen Tee und ich liebe IPAs. Deshalb kann ich es kaum erwarten das Teil jetzt zu verknuspern. Los geht's!


Notizen
  • Schaum: cremefarben & feinporig
  • Farbe: tiefgold-orange
  • Geruch: Pfirsich im Vordergrund, Steinfrüchte, Mango und frisch gemähter Rasen

Vollmundiger Antrunk, der die 10,1% Alkohol gleich spürbar macht. Rechtzeitig greift jedoch die Restwürze des Malzkörpers ein und sorgt für die richtige Portion an Süße zu Beginn. Diese paart sich zusammen mit der benutzten Helga, pardon, mit der verwendeten Hopfensorte Helga (wird auf Festivals vielleicht immer nur verzweifelt nach Hopfen gesucht?) zu einem sehr fruchtigen, ausbalancierten IPA-Erlebnis. Wie auch im Geruch stehen hier geschmacklich Steinfrüchte wie Pfirsich und Aprikose im Vordergrund, aber auch reife Mango ist deutlich präsent. Doch wo bleibt der Grüne Tee? Tja, der ist ebenfalls von Anfang an dabei und sorgt während des ganzen Genusses für seine typisch herbe Note sowie Adstringenz was zu einem India Pale Ale meiner Meinung nach so unfassbar gut passt wie Bacon zu Spiegelei. Besonders zum Schluss weiß man gar nicht mehr, woher denn nun die trockene Herbe mit Zitrus und frisch gemähtem Rasen im Abgang kommt. Vom Grünen Tee oder von der Helga? Oder doch vom Sorachi Ace Hopfen? Der ist nämlich auch mit an Bord. Besser als Bryan Baird kann ich es eigentlich nicht beschreiben, deshalb hier sein Zitat vom Flaschenbauch:

"A truly distinctive IPA! The herbal characters of the hops and green tea are seamlessly intertwined, it's impossible to tell where one ends and the other begins."

Amen. 

Geile Idee! Geil umgesetzt! Beide Daumen hoch!

Knusperfaktor 10/10 - Prost!


Beerfacts

Alkohol: 10,1% vol., Stammwürze: Leider nicht gefunden, Bittereinheiten: 75 IBU

Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen (Helga, Sorachi Ace), Grüner Tee (Sencha), Hefe

Netz



Freitag, 30. Januar 2015

Die MALTbar: Endlich gutes Bier in Darmstadt!

Wer in Darmstadt wohnt und qualitativ hochwertiges Bier sucht, der musste bisher auf den gut sortierten Getränkeladen Maruhn zurückgreifen. Nur leider bietet dieser weder eine Bar noch kann man sich es dort bei gediegenem Ambiente gemütlich machen. Das hat sich jetzt zum Glück geändert, denn seit dem 6. Dezember 2014 hat in Darmstadt in unmittelbarer Nähe des zentralen Luisenplatzes in der Rheinstraße die MALTbar geöffnet. Grund genug für mich, dort einmal vorbeizuschauen, wohne ich doch etwa einen Kilometer davon entfernt. Und eins vorab: Es hat sich gelohnt! Begrüßt wird man draußen von einem dezenten Schild, an dem ich doch beinahe vorbei gelaufen wäre...

Von außen lädt ein Schild mit den wichtigsten Informationen in die MALTbar ein.

Wie man unschwer erkennen kann, gibt es hier nicht nur Bier, sondern auch Whisky, daher auch der Name MALTbar, da beide Tröpfchen ja bekanntlich zu einem Großteil auf Malzbasis entstehen. Bei dem Hochprozentigerem von beiden hat auch Besitzer und passionierter Whisky Ambassador Dirk James Römer seine Wurzeln. Als Mann vom Fach veranstaltet der schottische Außenhandelskaufmann und Absolvent eines Architekturstudiums regelmäßig Whisky-Tastings sowie Seminare im Rhein-Main-Gebiet und machte mit dem Abschluss auf der Campari Academy 2011 seine Leidenschaft zum Beruf. So ist es also nicht verwunderlich, dass ein Großteil der Karte aus edelsten Sorten von Scotch über Irischen, Schweizer oder amerikanischen Whisky besteht, die James sorgfältig ausgewählt hat. Von peated (torfig) bis unpeated sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Mich hat aber natürlich in erster Linie die Bierkarte interessiert und ich muss sagen, dass die eine ziemlich gute Auswahl an Flaschenbier offenbart (siehe Bilder unten). Zudem gibt es immer wieder Specials, wie beispielsweise mittwochs den 'American Evening', an dem es bei meinem Besuch gleich zwei mir bisher unbekannte IPAs zu Swing, Blues und Country Musik gab...

Finestkind IPA - Smuttynose Brewing Company
Hop Devil IPA - Victory Brewing Company
Die Bierkarte der MALTbar liest sich gar nicht mal so übel.
Auch internationales Bier ist auf der Karte zu finden.
Und wer sich nicht so sicher ist, was er denn nun trinken soll oder auch ein Neuling in Sachen Bier ist, der kann sich sicher sein, dass er hier auf fachlich versierte Beratung trifft. Denn mit der gleichen Passion, die James für Whisky hat, setzt er sich auch mit dem Bier auf seiner Karte auseinander. Er kennt jedes Geschmacksprofil, vom leichten Pale Ale bis zum Stout. Man kann sich hier also wunderbar informieren und durchverknuspern. Das habe ich natürlich auch gemacht und habe mit James und Tinky an der Bar ein sehr nettes und kompetentes Team kennengelernt! Sehr zu empfehlen sind im Übrigen auch die 'Beer Drinks', bei denen es sich um Kreationen wie zum Beispiel 'The Red Eye' handelt: IPA, Vodka, Tomatensaft, Limettensaft und ein rohes Ei oder 'Harvey Weissbanger': Weizen, Galliano Vanilla Liquer, Orangensaft. Ich habe mich für den 'CaiBEERinha' entschieden, der aus einem IPA, Cachaca, Limettensaft und Agaven Sirup besteht. Keine schlechte Wahl - als IPA fungierte übrigens das Punk von BrewDog.

Tinky, Knusper & James (im Schottenrock!)
Darmstadt kann sich freuen, denn die MALTbar ist eine wahre Bereicherung und wie ich mich vergewissern konnte, wird sie auch sehr gut vom bunt gemischten Publikum angenommen. Alles andere würde mich auch wundern, denn hier trifft Kompetenz und Know-How auf Stil in einer komplett neu eingerichteten Bar mit Liebe zum Detail, tollem Ambiente, hochwertigen Bieren und Spirituosen, die das Herz von Genießern höher schlagen lassen. Ich wünsche dem Team der MALTbar weiterhin viel Erfolg und komme selbstverständlich gerne wieder. Allein schon aufgrund der vielen Informationen über Schottland (meiner zukünftigen Heimat), die ich an diesem Abend bekam.

Klare Knusper-Empfehlung!

Danke für den tollen Abend & Slainté!

Kreative Beer Drinks der MALTbar
MALTbar Ambiente
MALTbar Ambiente
MALTbar Ambiente
MALTbar Ambiente
Impale IPA - Williams Bros. Brewing
Profanity Stout - Williams Bros. Brewing
Whisky + Stout
Alba Scots Pine Ale - Williams Bros. Brewing
Trappistes Rochefort '6' Strong Pale Ale
Infos unter:



Sonntag, 25. Januar 2015

Frischer Wind: Das X4.0 Witbier aus der Münchner Crew Republic

Für die Jungs der CREW Republic geht das Jahr 2015 mit neuem Sudhaus direkt mit Schwung und viel Enthusiasmus los. Gratulation dazu und gut Sud weiterhin an dieser Stelle! Dann will ich doch auch mal wieder einen Tropfen aus der Münchner Bierschmiede verknuspern und freue mich auf etwas Frisches namens X4.0. Das Witbier wurde, wie auch alle anderen Sude der 'Experimental Line' zum ersten Mal so eingebraut und man weiß nicht, ob es das Bier so nochmal geben wird. Ein Witbier ist ein obergäriges Weizenbier belgischen Ursprungs und zeichnet sich insbesondere durch die zusätzliche Würzung mit Orangenschalen und Koriander(-samen) aus. Dieses hier soll jedoch ohne besagte Zutaten auskommen und dennoch den typisch exotischen Charakter eines Wit entfalten. Erreichen will man dies zum einen durch die Verwendung zweier belgischer Hefestämme für die streng-würzigen Noten, zum anderen durch die Hopfensorten Wakatu, Kazbek und Mandarina, die für spritzige Zitrusaromen sorgen sollen. Schaut man auf der CREW Homepage nach, so war es die Herausforderung bei diesem FakeWitbier, sich strikt ans deutsche Reinheitsgebot zu halten, um am Ende dennoch das gewünschte charakteristische Resultat dieses Bierstils zu erreichen. Genug der Theorie - wir starten gespannt mit lockeren 16 Bittereinheiten und leichten 4,4% Alkoholgehalt in die Verknusperung!


Notizen

  • Schaum: Anfangs zwei Daumen dick, fällt aber recht schnell wieder ein; ansonsten cremig-weiß mit feinporigem Topping.
  • Farbe: trübes, sattes Gelb; sieht fast aus wie Orangensaft. 
  • Geruch: Interessantes Bouquet aus Orange (fast wie Radler), Pfeffer und Hefe. Erinnert mich an das Bayerisch Nizza von Hanscraft.

Leichter Antrunk, dabei ein nicht allzu schlank geratener Körper wie gedacht, was einen gehaltvollen ersten Eindruck erzeugt. Auch die Rezenz passt und prickelt wohl dosiert auf der Zunge was ebenso gefällt. Pilsner- sowie Weizenmalz sorgen für eine feine süßliche Basis, die der verwendete Hopfen gut als Fundament für weitere Aromen nutzen kann. Die Bittere kommt eher spärlich daher und lässt zunächst sauren Hefenoten den Vortritt. Doch dann kommen auch fruchtige Nuancen zum Tragen und schnüren ein leckeres Paket aus reifen Orangen, deren Herbe in die im Geruch angedeutete Pfeffrigkeit mündet. Ich muss irgendwie an Capri-Eis denken, was keine schlechte Sache ist! Insgesamt ist mir das aber gerade zum Abgang (wie auch beim Köstritzer Witbier) nicht intensiv genug. Ich liebe Koriander, weshalb ich es schade finde, dass man hier dem Reinheitsgebot den Vortritt gegeben hat, anstatt mit außergewöhnlichen Zutaten mehr in die Vollen zu gehen. Wenn schon freaky Bierstil, dann doch ruhig richtig und ohne Kompromisse. Deshalb fällt mein Resultat auch gemischt aus. Einerseits passt das X4.0 perfekt zu einem sonnigen Tag an der frischen Luft und überzeugt durch seine Leichtfüßigkeit sowie exotische Aromatik, andererseits jedoch wünschte ich mir ein extremeres Witbier mit mehr Ecken und Kanten - mehr ist an dieser Stelle für mich einfach mehr, gerne auch ohne Reinheitsgebot.

Das X4.0 Witbier aus der CREW Republic kommt ohne typische Zutaten aus und imitiert dabei dennoch den Charakter seines belgischen Vorbilds, wenn auch etwas zu schwach. Lecker-Leichtfüßig ist es aber allemal und gerade für den Frühling eine gute Wahl. 

Knusperfaktor 6/10 - Prost!


Beerfacts

Alkohol: 4,4% vol., Stammwürze: Keine Angabe, Bittereinheiten: 16 IBU

Zutaten: Wasser, Malz (Pilsner, Weizen), Hopfen (Wakatu, Kazbek, Mandarina), Hefe

Netz



Donnerstag, 15. Januar 2015

Das EPI Lager vom Craftbeer-Zentrum Mainz

Vom Craftbeer-Zentrum Mainz wird heute mal ein Bierchen verknuspert. Das EPI-Lager heißt so, weil es laut Etikett aus dem 'Epizentrum der Biervielfalt' kommt, wo ich vor einiger Zeit ja auch schon mal zu Besuch sein durfte. Es wurde mit Mandarina Bavaria Hopfen eingebraut und passt mit lockeren 5% Alkoholgehalt eigentlich eher zum sommerlichen Grillabend. Manche Leute grillen ja auch im Januar, also kann man sich den Tropfen ja auch mal kurz nach dem Jahreswechsel gönnen. 0,5 Liter Flasche auf und ab dafür...


Notizen
  • Schaum: weißlich, stabil, feinporig, am Glas haftend
  • Farbe: hellgelb, leicht milchig trüb
  • Geruch: malzig, blumig wie bei einem Pils, Bisquitnote im Hintergrund


Im Antrunk fällt die starke Karbonisierung auf, die mir schon etwas zu großzügig ausfällt. Ansonsten ein solider Start mit leichtem Malzbett. Hinzu gesellt sich eine feine Herbe, die wiederum etwas stärker und nicht so zögerlich sein könnte. Außerdem vermisse ich irgendwie ein bisschen die Fruchtigkeit, die man vom Mandarina Bavaria Hopfen, gerade bei hopfengestopften Bieren wie diesem, kennt. Dennoch ist eine spritzige Citrusnote durchaus vorhanden, die mit dem Bisquit verströmenden, leicht süßlichen Körper gut harmoniert. Im Abgang wird's süffig mit etwas Aroma der Hefe, das sich an den Gaumen heftet und für ein sanftweiches Finish des untergärigen Trunks sorgt. Irgendwie könnte ich mir zum EPI-Lager auch gut Popcorn vorstellen!

Weniger Kohlensäure, etwas knackigere Herbe und es hätte für ein Pünktchen mehr gereicht. Ansonsten aber ein sehr solides Lagerbier, welches da in der Dampfbrauerei Zwiesel abgefüllt wurde.

Knusperfaktor 6/10 - Prost!


Beerfacts

Alkohol: 5,0% vol., Stammwürze/ Bittereinheiten: Keine Angabe

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Mandarina), Hefe

Netz


Bezugsquellen

Deutschlandweit in vielen Getränkemärkten

Sonntag, 4. Januar 2015

Hello Scotland: Knuspers Bierblog meets BrewDog!

Eigentlich hatte ich mich ja auf eine ruhige Vorweihnachtszeit 2014 eingestellt. Tja, eigentlich. Denn dann kam alles anders. Gerade in den letzten Wochen ging es bei mir ziemlich turbulent her, war ich doch Mitte Dezember tatsächlich für ein paar Tage zu Gast in einer Brauerei, die jedem Craftbeer Fan bekannt sein dürfte - Knuspers Bierblog meets BrewDog

Die Brauerei und gleichzeitig das Headquarter liegt in Ellon an der rauen Ostküste Schottlands ganz in der Nähe der Stadt Aberdeen. Hier hatte ich für ein paar Tage Einblicke in das gesamte Werk und muss sagen, dass ich schwer beeindruckt bin. Selten habe ich gesehen, wie nah Professionalität, Style und Herzblut zusammenliegen können. Jedoch möchte ich jetzt gar nicht lange Lobeshymnen singen...Dieser Post soll eigentlich eine Art Ankündigung sein, dass ich in der nächsten Zeit wohl öfter über die Bierszene Schottlands bzw. Großbritanniens berichten werde, da ich mich aus beruflichen Gründen dort aufhalten werde. Ich bin gespannt, was mich erwartet und freue mich auf neue Herausforderungen sowie alles, was mir das Land der Highlander zu bieten hat. In diesem Sinne hänge ich euch noch ein paar Bilder meines Aufenthaltes bei den Brauhunden an und sage: Auf zu neuen Ufern! 2015 wird bierig!
Von Außen recht unscheinbar: Das BrewDog Headquarter in Ellon.
Sudkessel und Streetart an der Wand. Bei BrewDog fusioniert Professionalitat mit Style wie in keiner anderen Brauerei, die ich bisher gesehen habe.
In neonroter Schrift leuchtet in der Brauerei das Motto der beiden Gründer James Watt & Martin Dickie.
Das Innere der Brauerei bietet imposante Einblicke.
Knuspers Bierblog und BrewDog Head Brewer Stewart Bowman. Mein Bart sieht auf diesem Bild vergleichsweise mehr als mickrig aus...
Die BrewDog Bar in Ellon schließt nahtlos an die Brauerei an.
Craftbeer on tap: Die BrewDog Bar in Ellon.
Direkt an die Brauerei-Bar schließt eine 'Mini-Brauerei' für Test- bzw. Pilotensude an. Hinter dem Schriftzug 'WITHOUT US WE ARE NOTHING' sitzt das Büro der Brauer.
Etwas trist ist es in Ellon schon: Außer einem Tesco-Supermarkt, ein paar Bed & Breakfast Häusern und der BrewDog-Brauerei ist hier nicht viel los. Wesentlich zivilisierter lässt es sich im gut 25 km entfernten Aberdeen leben.
Wer in Aberdeen mitten in der Stadt Durst verspürt, dem sei die sehr zentral gelegene BrewDog Bar ans Herz gelegt.
Blick aus der Bar auf das Marischal College in Aberdeen.
Knuspers Mitbringsel (etwas unscharf): An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an die Lufthansa, die meinen Koffer trotz Übergewicht ohne Aufpreis sanft nach Deutschland transportiert hat! Detailliertere Beschreibungen sowie Verknusperungen zu einigen Bieren folgen...