Dienstag, 26. August 2014

Das Wampenbräu Amber Ale...und guad!

Mit dem Centalaxy IPA steht bereits das neue Wampenbräu um Bierbloggerkollegen Daniel Jakob alias usoX in den Startlöchern. Da wird es höchste Zeit endlich mal das aktuelle Bierchen aus Bichl unter die Lupe zu nehmen. Dieses ist ein mit den drei Hopfensorten Cascade, Citra und Chinook gehopftes Amber Ale und kommt mit 5,4% Alkoholgehalt sowie moderaten 30 Bittereinheiten daher. Ein Amber zeichnet sich durch seine etwas dunklere, rötliche Bernsteinfarbe sowie feine Karamellnoten aus, die dem fruchtigen Erlebnis den letzten Schliff und ein volles Mundgefühl geben sollen. Oftmals wird es auch als American Amber Ale bezeichnet, weshalb ich es jetzt einfach mal "Bavarian" Amber Ale nenne und mich wie ein Schnitzel auf die folgende Verknusperung freue!


Notizen

  • Schaum: cremefarbene Haube, feinporiger Oberfläche, sehr stabil
  • Farbe: typisch 'amber', Honig bis Bernstein, funkelnde Rottöne 
  • Klarheit: ordentliche, gleichmäßige Trübe
  • Geruch: karamellig, malzig, pikante Zitrusaromen


Knusperfazit

Während des Antrunks strömen langsam fruchtige Aromen in den Mundraum. Beim ersten Kontakt mit der Zunge ist eine mild-prickelnde Rezenz zu spüren, die zusammen mit dem fein-süßlichen Malzkörper den Einstieg und das Fundament des Bieres bildet. Wie eingangs bereits beschrieben, zeichnet auch dieses Amber Ale ein gehaltvolles Mundgefühl mit einer guten Portion Restwürze aus, die jedoch wohl dosiert ist, und dem Aromenspiel der Hopfensorten genug Freiraum zur Entfaltung fruchtiger Zitrusnoten lässt. Eine angenehme Balance aus Hopfen und Malz! Zur Mitte hin sorgen die 30 IBU dann gekonnt aber leicht zurückhaltend für eine frische Bittere, die den Abgang wunderbar fruchtig sowie wohlschmeckend herb werden lässt. "Und guad" heißt es auf dem Etikett - und das kann ich nur bestätigen: Ein rundum gelungenes Amber Ale aus Oberbayern mit hoher Drinkability. Nur zu gerne würde ich es mal frisch vom Fass probieren. Auf das Centalaxy mit stolzen 17°P und 64 IBU freue ich mich als Freund der starken IPAs ja jetzt schon wie Bolle...

Knusperfaktor 8/10 - Prost!

Wer auch mal eine Wampe trinken will, kann sie sich hier besorgen.


Beerfacts

Alkohol: 5,4% vol., Stammwürze: 13,4°P, Bittereinheiten: 30 IBU

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Cascade, Citra, Chinook), Hefe

Netz

wampenbraeu.de
facebook.com/wampenbraeu

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http://wampenbraeu.de/bezugsquellen/

Donnerstag, 7. August 2014

Das Union Jack IPA von Firestone Walker: Happy IPADay 2014!

Was wäre Craftbier ohne das IPA? Die zweifellos wichtigste Biersorte für die weltweite Craftbier-Bewegung feiert heute ihre Existenz mit dem IPADay. Dieser findet jährlich jeweils am ersten Donnerstag im August statt und soll bewirken, dass die kollektive Begeisterung für Craftbier gestärkt wird. Obwohl dies mittlerweile eigentlich gar nicht mehr nötig ist, denn die Community wächst und gedeiht seit einigen Jahren ziemlich schnell und erfindet sich dabei mit den verschiedensten Geschmackskreationen und Bierstilen immer wieder neu. So gibt es eben fernab vom IPA eine riesige Bandbreite ganz vieler anderer Sorten, die es zu entdecken gilt. Zur Feier des Tages soll es heute aber natürlich ein India Pale Ale sein, und zwar eins, auf das ich mich ganz besonders freue. Der Union Jack der vielfach prämierten kalifornischen Firestone Walker Brewery hat ganze sieben (!) Hopfensorten mit an Bord: Magnum, Cascade, Centennial, Amarillo, Citra, Chinook und Simcoe geben sich die Ehre und wollen ein sensorisches Feuerwerk zünden. Ich erwarte eine echte Hopgrenade!


Notizen

  • Schaum: hellbeige, cremig, feinporig, sehr robust
  • Farbe: honiggelb
  • Klarheit: gleichmäßig trüb
  • Geruch: extrem fruchtig nach exotischem Obst, dezent karamellig


Knusperfazit

Beim Union Jack fällt es schwer, den ersten Schluck zu tätigen, denn aus dem Riechen kommt man eigentlich nicht so einfach heraus. Die Fruchtwolke ist atemberaubend und lässt erahnen, weshalb dieser Tropfen bei ratebeer so unfassbar gut abschneidet. Setzt man dann das Glas an, explodiert auch direkt die versprochene Hopgrenade. Eine ordentliche Portion IBU sorgt für die packende Bittere, während ein dezent karamellig-weicher Malzkörper sowie mild-prickelnde Kohlensäure den Aromen freie Fahrt lassen. Diese lassen sich am besten mit den schon öfters erwähnten tropischen Früchten von Katjes beschreiben, wobei im Vordergrund reife Mango, Orange und Ananas stehen. Es ist eine echte Wucht, die da hartnäckig den Mundraum bearbeitet und auch zum Abgang hin nicht nachlässt - tolles, trockenes Finish zum Ende. Am Gaumen bleibt noch lange der feinherbe Fruchtcocktail haften und macht definitiv Lust auf mehr! Die einzige Frage, die man sich stellen kann ist, ob man wirklich alle sieben Hopfensorten benötigt, um ein solches Ale zu brauen, schafft es doch ein Amarsi mit Zweien auch eine solche Bombe zu zünden. Was aber letztlich zählt ist, dass der Union Jack die Herzen aller Hopheads höher schlagen lassen wird. Geniales IPA zum IPADay 2014.

Knusperfaktor 9/10 - Prost!


Beerfacts

Alkohol: 7,5% vol., Stammwürze/Bittereinheiten: Keine Angabe

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Münchner, Karamell), Hopfen (Magnum, Cascade, Centennial, Amarillo, Citra, Chinook, Simcoe)

Netz

http://www.firestonebeer.com/
https://www.facebook.com/firestone.walker

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Bier-Deluxe.de

Freitag, 1. August 2014

Salzburger "Braujuwel": Das Pale Ale von Stiegl

Gerade erst mit dem Hopfenauflauf einen österreichischen Vertreter aus Wien verknuspert, ist auch gleich der Nächste aus unserem Nachbarland dran. Die Brauerei Stiegl in Salzburg ist die größte in Privatbesitz befindliche Brauerei Österreichs und ist neben ihren gängigen Sorten auch für ihre speziellen Hausbiere bekannt. Neu auf dem Markt ist nun das als limitierte 'Braujuwel' bezeichnete Pale Ale, welches mit 'fruchtigen Aromen und feinen Hopfentönen' seinen Beitrag zum Sommer 2014 leisten soll. Schade, dass man auf der Flasche keine Angabe zu den Hopfensorten findet. Sei's drum. Das Vollbier mit 5,0% und einer Stammwürze von 12°P wird geöffnet und sodann verknuspert...


Notizen

  • Schaum: weißlich-beige, mittlere Porengröße, recht instabil
  • Farbe: bernstein
  • Klarheit: gleichmäßig trüb
  • Geruch: grasige Noten, leicht säuerlich, Aprikose, Orange


Knusperfazit

Bei einem als limitiertes 'Braujuwel' angepriesenen Bier hätte ich insgesamt etwas mehr erwartet. Im Antrunk sind zunächst würzig malzbetonte Aromen zu vernehmen. Die Spritzigkeit fällt aufgrund der etwas zu milden Karbonisierung eher zurückhaltend aus. Im weiteren Verlauf schimmert eine feine Hopfenaromatik, die mich an die Sorte Citra erinnert, durch den Malzkörper. Es kommen somit fruchtige Aromen auf, die wie im Geruch einen leicht säuerlichen Touch mit sich bringen, der für eine gewisse Frische sorgt. Zum Ende hin wird es nochmal etwas erdig im Geschmack, was wiederum ganz gut zum malzbetont süffig-süßlichen Abgang passt. Dennoch bleibt der letzte Kick irgendwo auf der Strecke. Das Pale Ale ist nicht übel, jedoch hätte ich etwas mehr Spritzigkeit und Charakter erwartet, da es zuweilen leider doch etwas glatt geschliffen wirkt. Etwas mehr Mut und die Salzburger hätten es über das gute Mittelfeld hinaus geschafft.

Knusperfaktor 6/10 - Prost!


Beerfacts

Alkohol: 5,0% vol., Stammwürze: 12°P, Bittereinheiten: Keine Angabe

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Netz

https://www.stiegl.at/
https://www.facebook.com/stieglbrauerei

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Erhältlich ist das Pale Ale als 6er-Träger in vielen österreichischen Supermärkten wie z.B. Billa oder Spar.