Samstag, 21. Juni 2014

Deutschland - Ghana: WM-Verknusperung Nr.7

Heute findet endlich das zweite Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft statt. Um 21 Uhr ist im Estádio Castelão Anpfiff gegen Ghana, weshalb nun auf Basis der folgenden Verknusperung orakelt wird, welches Team denn die besseren Karten hat!

Deutschland geht mit einem Pale Lager aus Mainz, dem 'Kerlig Hell' von KUEHN KUNZ ROSEN, Ghana mit dem 'Coconut-Beer' der Brouwerij Strubbe an den Start. Los geht's!


Der deutsche Vertreter namens 'Kerlig Hell' wurde mit den drei Hopfensorten Summit, Citra und Crystal sowie mit Pilsner und Cara-Hell Gerstenmalz eingebraut. Das gold-orangene Pale Lager mit 5,2% Alkoholgehalt besitzt einen nicht sonderlich üppigen, aber feinporigen Schaum von weißer Farbe. Ein feiner Duft nach Traube, Litchi und Heidelbeere füllt mit bemerkenswerter Intensität den Raum, was die Lust auf den ersten Schluck steigert. Dieser beginnt mit einem sanften Einstieg, der von dezenter Kohlensäure geprägt ist. Im diskret süßlichen Malzkörper ist eine sehr aromatische Hopfenkomposition verpackt, welche sommerliche Früchte in sich trägt. Hier tanzen neben Mandarine vor allem weiße Traube und Holunder auf der Zunge, was dem Bier einen tollen individuellen Charakter verleiht, da die typischen Citra-Noten eher in den Hintergrund rücken. Im Abgang wirkt das 'kerlige' zuweilen wenig herb, sondern eher malzsüßlich mit süffiger Rezenz. Etwas mehr Bittere hätte dem ansonsten wunderbar ausbalancierten 'Kuehn' für meinen Geschmack gut gestanden. Insgesamt gefällt mir das Hopfenaroma, welches eher von Summit und Crystal dominiert wird, sehr gut. Beide Daumen hoch!

Das Coconut-Beer aus Ghana verwirrt zunächst einmal wieder durch seine Herkunft. Wie auch das Eburni von der Elfenbeinküste wurde es 'under licence by Brouwerij Strubbe, Belgium' gebraut und sein Erlös kommt, wie auch beim Akosombo (Verknusperung Nr.6) 'Hilfsprojekten im Königreich Hohoe, Ghana' zugute. Dahinter steckt übrigens der dort regierende 'König Bansah', der in Deutschland eine Kfz-Reparaturwerkstatt betreibt und aus der Ferne sein Königreich in Ghana regiert. Kein Witz! Nun aber zum Bier. Beim 'Coconut-Beer' handelt es sich um ein Weizenbier, dem nach der Gärung Kokosnuss-Extrakt zugesetzt wurde, um es dann ein zweites Mal zu vergären. Herausgekommen ist ein milchig-gelbes Gebräu mit auffällig standhafter, kokosweißer Schaumkrone und 5,5% Alkoholgehalt. Es versprüht einen Duft nach vergorenem Obst, welcher etwas stechend in der Nase wirkt. Ein Hauch von Kokos ist dabei nur zu erahnen. Beim Antrunk denkt man zunächst an Sekt oder Federweisser, so perlig fällt die Kohlensäure aus. Im Mund schäumt das Bier extrem auf und gibt danach so langsam seine geschmackliche Tendenz preis. Diese setzt sich aus Apfelwein, Cider, Sekt und Biermischgetränk zusammen. Von Kokos kann ich beim besten Willen nichts erschmecken und auch hopfenmäßig geht da nicht viel. Bei einer Blindverkostung könnte ich nicht mal zu 100% behaupten, dass es sich hierbei um Bier handelt. Dennoch bietet der Geschmack durchaus Erfrischung, denn die Süße hält sich zum Glück so zurück, dass das Cideraroma durch dominante Säure nicht komplett aus dem Ruder läuft. Insgesamt hat das Coconut-Beer bei der Verknusperung jedoch weder mit Kokos noch mit Bier sonderlich viel zu tun. Deshalb schießt es quasi am Ziel vorbei und kann in diesem Match wenig punkten.

Deutschland geht aus dieser Partie mit einem erstklassigen Bier aus Mainz als klarer Gewinner hervor und schlägt seinen ghanaischen Gegner mit Leichtigkeit. Das hört sich doch nach einer guten Prognose für heute Abend an. Prost!

Kuehn Kerlig Hell: Knusperfaktor 8/10

Coconut-Beer: Knusperfaktor 3/10

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