Mittwoch, 11. September 2013

Das 7:45 Escalation aus der CREW AleWerkstatt

Aus dem Hause der CREW AleWerkstatt in München kommt das 7:45 Escalation Double IPA und zwar direkt mal in einem kompletten 20er Kasten! Schon seit einer guten Woche habe ich meinen Spaß mit diesem Bier und ich kann schon mal vorweg nehmen, dass sich die Investition doppelt gelohnt hat. Wieso doppelt? Naja, es gab wohl seitens des Versanddienstleisters ein kleines Problem im System welches dazu führte, dass diverse Escalation Besteller eine doppelte Lieferung bekamen - dazu gehörte auch glücklicherweise ich! Der Dienstleister kam für den Schaden auf und so freuen sich wohl ein paar Menschen in Deutschland über eine Gratis-Kiste feinstes CREW. Das aber nur so am Rande. Ich habe mir jedenfalls die Kiste ohne jegliche Bedenken bestellt. Viel zu gut sind die Erfahrungen mit dem Standardsortiment aus dem Hause der Werkstatt, die eine der ersten im deutschen Craft Beer-Segment war und auch mir meine ersten leckeren Ales bescherte.


Das Escalation ist ein Sondersud und tanzt allein schon durch sein hippes Design aus der Reihe. Während die anderen CREW-Sorten eher unauffällig gehalten sind, springt einem beim 7:45 ein grelles Blau kombiniert mit rosaroten sowie gelben Schriftzügen ins Gesicht und kündigt ein Double IPA an, das dem Trend der immer hopfigeren und fruchtigeren Ales folgt, sich dabei aber abheben und im Gedächtnis bleiben will. Ein lustiger Text auf der Hinterseite der Flasche erklärt auch den ungewöhnlichen Namen (mir ist das ein kleines bisschen zu sehr an den Haaren herbeigezogen aber sicherlich Geschmacksache und eben gutes Marketing, das meiner Vermutung nach auch auf den ein oder anderen hippen Studenten abzielt).


Geschmacksache ist ein gutes Stichwort und so legen wir mal direkt los mit der Verkostung. Hier gibt es eigentlich keine großen Überraschungen, was aber bei dem momentanen Level der deutschen Craft Beer-Szene absolut nichts Schlechtes bedeutet. Im Gegenteil, es wird wie selbstverständlich ein Angriff auf die Sinne gestartet, der sich gewaschen hat. Die Nase vernimmt vordergründig Melone, Traube und einen bunten Multivitamin-Mix aus intensiven Fruchtaromen in Kombination mit leichter Karamellnote. Die Farbe bewegt sich von Orange bis Bernstein und gibt mit leichter Hefetrübe und einem standhaften Schaum einen frischen Eindruck ab.


Im vollmundigen Antrunk hält sich der Hopfen noch dezent zurück und kündigt an, was im weiteren Verlauf passieren wird: Columbus, Simcoe, Amarillo und Chinook heizen mit ihren 83 IBU ordentlich ein und bereiten ein Hopfenfest der feinsten Sorte. Das Aroma wird durch einen vollen Körper mit starken 8,3% sowie nicht allzu viel Kohlensäure sehr gut getragen und kann auch über den Nachtrunk hinaus mit einer fruchtig-bitteren Herbe überzeugen. Da gibt es insgesamt im Prinzip gar nichts zu meckern. Freunde starker Double IPAs oder aber auch die mögliche Zielgruppe der hippen Hopheads von heute werden beim Escalation voll auf ihre Kosten kommen.

Sollte jemand tatsächlich der Beschreibung folgen und das Escalation um 7:45 Uhr als Absacker nach dem Feiern trinken (obwohl es dafür viel zu schade wäre) dann fällt er garantiert zufrieden ins Bett. Ich nehm am Wochenende auf jeden Fall mal ein paar für meine Freunde zum Verkosten mit - hab ja genug.

Klare Empfehlung. Prost!


Fakten: 8,3% vol., Stammwürze: Keine Angabe, BE: 83 IBU

Zutaten: Wasser, Pilsener-, Karamellmalz, Hopfen (Columbus, Simcoe, Amarillo, Chinook)

Netz: http://www.crewale.de/https://www.facebook.com/CREWrepublic.de

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